Gesundheit. Schönheit. Wohlbefinden.

Als einer der jüngsten Ärzte Österreichs machte Dr. Riedl zunächst die Ausbildung zum Facharzt für Allgemeinchirurgie und spezialisierte sich hierbei in der Tumorbehandlung (insbes. Brust und Haut/Weichteilgewebe). Als nächster Karriereschritt folgte seine zweite Ausbildung zum Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie. Hier konnte er seine chirurgischen Fertigkeiten perfektionieren und erweiterte seine Schwerpunkte auf Rekonstruktion und Ästhetik. Damit wurde eine solide Basis geschaffen, Tumorchirurgie und Ästhetik zu vereinen.

Otto Riedl: „Nach 15 Jahren intensiver chirurgischer Ausbildung mit Schwerpunkt Tumorchirurgie, Wiederherstellung und Ästhetische Chirurgie habe ich mich vorwiegend auf das Gesicht und die weibliche Brust spezialisiert. Als Tumorchirurg saniere ich Krankheit (Brustkrebs, Hautkrebs,…), das Know-How aus der Wiederherstellenden Chirurgen ermöglichen mir, Form und Funktion bestmöglich wiederherzustellen, und als Schönheitschirurg hinterlasse ich möglichst unauffällige Narben und verhelfe Menschen, sich in ihrem Körper wohler zu fühlen. Damit verbinde ich zwei Welten – jene der „gesundheitlichen“ und jene der „ästhetischen“ Medizin. Für Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden – aus einer Hand.“

Was bedeutet „Schönheit“?

Otto Riedl: „Nun, ich bin der Meinung, dass es „schön“ und „interessant“ macht, wenn man mit sich selbst im Einklang und zufrieden ist. Dieses „sich selbst mögen“ und das damit verbundene Selbstbewusstsein reflektiert man nach außen und wird vom Umfeld als sehr positiv und attraktiv wahrgenommen.“

Die Kombination Tumorchirurg und Schönheitschirurg ist unüblich. Wie passt das zusammen? Beziehungsweise haben Sie als Tumorchirurg auch manchmal ethische Bedenken in Ihrer Tätigkeit als Schönheitschirurg, wenn Sie gesundheitlich nicht notwendige Operationen/Behandlungen durchführen?

Otto Riedl: „Für mich stehen Medizin und Gesundheit stets im Vordergrund – auch in der sogenannten reinen „Schönheitschirurgie“. Ist doch laut Definition der WHO (World Health Organisation) Gesundheit nicht nur das Fehlen von Krankheit, sondern „der Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens“. Auch ein rein schönheitschirurgischer Eingriff/Behandlung leistet bei richtiger Indikationsstellung wertvolle Beiträge zum Wohlergehen und ist damit definitionsgemäß der Gesundheit dienlich. Fühlt man sich in seinem Körper wohl, strahlt man dies aus – und genau das ist es, was meiner Meinung nach schön macht.

Nun, und zum Thema Tumorchirurgie: Nebst der gesundheitlichen Bedrohung können Tumore bzw. deren Entfernung gerade im Gesichtsbereich oder an der Brust sehr entstellend sein. Was gibt es daher Besseres, als die Kombination einerseits aus sicherer Entfernung des Tumors mit andererseits schönheitschirurgischem Zugang und Tricks aus einer Hand anbieten zu können? So gelingt es, dass selbst Tumoroperationen kaum Spuren, Gefühl des Makels oder Entstellung hinterlassen.

Ihre Schwerpunkte liegen auf Gesicht und Brust – Warum genau diese Regionen? Wo ist der gemeinsame Nenner?

Otto Riedl: „Das Gesicht und die Brust sind jede für sich eine sehr individuelle Schlüsselregion: Das Gesicht als wichtiges persönliches Erkennungsmerkmal und Spiegel der Seele, die weibliche Brust als Sinnbild für Weiblichkeit und Attraktivität. Besonders in der Chirurgie an diesen Schlüsselregionen braucht es Sinn für Ästhetik, Sorgfalt, Präzision, ein geschicktes Händchen und Liebe zum Detail – das macht für mich den Reiz“

Führen Sie auch rein schönheitschirurgische Eingriffe durch?

Otto Riedl: „Ja, unter oben genannten berufsethischen Voraussetzungen bei richtiger Indikation sogar sehr gerne. Auch hier mit ganz klarer Schwerpunktsetzung auf Gesicht und Brust. Und auch im „rein schönheitschirurgischen Setting“ ist für mich die zusätzliche tumorchirurgische Vorerfahrung sehr wertvoll, da ich genau weiß, worauf es ankommt, dass dem schönheitschirurgischen Eingriff kein gesundheitlicher Nachteil folgt.“

Neben Ihren chirurgischen Tätigkeiten führen Sie auch nicht-chirurgische ästhetische Gesichtsbehandlungen durch. Lässt sich auch hier ein medizinisch-gesundheitlicher Ansatz erkennen?

Otto Riedl: „Selbstverständlich. Auch bei den ästhetischen Gesichtsbehandlungen geht es für mich ganz klar um Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden. Ich will keine verjüngten Einheitsmasken, sondern einfach ein jüngeres, frischeres und erholtes Aussehen für meine PatientInnen erreichen. Dazu müssen im Rahmen eines ausführlichen Beratungsgesprächs und einer sorgfältigen Untersuchung die Ursachen der störenden Veränderungen eruiert werden. Alterungsprozess und Falten sind nämlich individuell fassbare Veränderungen die man anatomisch erklären kann, wie etwa zu viel Muskelspannung, Elastizitätsverlust, Volumsverlust, Feuchtigkeitsverlust und/oder Absinken der Gewebe – entsprechend gibt es für jede der genannten Ursachen individuelle und gezielte Behandlungsoptionen: muskelentspannende Injektionen, Volums- und feuchtigkeitsspendende Produkte oder Filler, anhebende/straffende Verfahren, etc.. Wenn man dies berücksichtigt, lassen sich sehr schöne, natürlich verjüngende Ergebnisse erzielen.“

Über die letzten Jahre haben Sie auch abseits des öffentlichen Krankenhauses ein Team um sich aufgebaut zur optimalen Behandlung Ihrer Patientinnen. Wie kann man sich das vorstellen?

Dr. Otto Riedl: In der Spitzenmedizin ist Teamwork enorm wichtig. Man muss von jedem Mitglied des Teams genau wissen was es kann und wo die Grenzen liegen. Jeder im Team muss wissen, wo sein Aufgabenbereich liegt und noch viel wichtiger, jeder Aufgabenbereich eines Teammitgliedes muss fließend in den anderen Aufgabenbereich übergehen. Nur so hat man optimale Bedingungen eines reibungslosen Arbeitsablaufes, welcher einen maßgeblichen Beitrag zum Operationsergebnis leistet. Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, ein Team aufzubauen, das großartig funktioniert und harmoniert.

Dies trifft auch für den Eingriff selbst zu. Ich sehe mich nicht als Einzelkämpfer – im Gegenteil: Meine Devise lautet „Vier Augen sehen mehr als zwei“. Bei meinen operativen Eingriffen steht mir auch immer ein zweiter sehr erfahrener Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie zur Seite: Dr. Igor Pona. Da er selbst viel operiert, weiß er genau, was eine perfekte OP-Assistenz ausmacht. Dies macht den Ablauf reibungsloser, verkürzt die OP-Zeit und leistet einen wertvollen Beitrag zur Qualitätssicherung. Dass uns darüber hinaus eine Freundschaft verbindet, trägt sicherlich auch zur professionellen aber nicht zu nüchternen sondern warmherzigen Atmosphäre rund um den Eingriff bei.

Darüber hinaus habe ich meinen eigenen Narkosearzt des Vertrauens, Herrn Dr. Wolfgang Klug, mit dem wir ein ganz individuelles Konzept erarbeitet haben, um unseren PatientInnen eine rasche, schmerzfreie Erholungszeit zu gewährleisten. Das Zusammenspiel von Chirurgieteam und Narkoseteam ist ebenso wichtig wie zwischen den Chirurgen untereinander und trägt einen maßgeblichen Beitrag zum Gesamtergebnis und Wohlbefinden unserer PatientInnen bei – denn vor Narkose haben sehr viele PatientInnen Bedenken wenn nicht sogar Angst: Angst nicht mehr aufzuwachen, Schmerzen zu haben, oder Angst vor dem Kontrollverlust über den eigenen Körper. In Dr. Klug habe ich jemanden gefunden, der diese Ängste überflüssig macht. Zudem habe ich meine persönliche OP-Schwester, meine Fachärztin für Pathologie, mein Stammpersonal und auf mich abgestimmte chirurgische Instrumente in einem privaten OP-Zentrum – ein wertvoller Beitrag im Streben nach Perfektion. Wenn sich ein Team gut versteht, miteinander gut funktioniert und abgestimmt ist, dann steigt die Qualität der Behandlung exponentiell. Es mach wahnsinnige Freude, Teil dieses großartigen Teams zu sein.“